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	<title>Songwork &#8211; Martina Rick</title>
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	<description>Deine Gesangslehrerin in Basel und online</description>
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		<title>Ansagen: Dos und Don&#8217;ts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2023 22:39:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du bist an einem Konzert und geniesst die Musik, der Sänger ist super, die anderen Musiker:innen auch und dann ist der Song zu Ende und du freust dich schon auf den nächsten. Und dann? Energie runter. Stimmung runter. Fremdschämen an: Der Sänger müht sich ab, den nächsten Song irgendwie anzusagen, stottert herum, versucht sich an [&#8230;]</p>
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<p>Du bist an einem Konzert und geniesst die Musik, der Sänger ist super, die anderen Musiker:innen auch und dann ist der Song zu Ende und du freust dich schon auf den nächsten. Und dann? Energie runter. Stimmung runter. Fremdschämen an: Der Sänger müht sich ab, den nächsten Song irgendwie anzusagen, stottert herum, versucht sich an einem Witz, der nicht gelingt, weil er vor lauter Nervosität die Redewendung nicht richtig hinkriegt, lacht verschämt, winkt noch irgendjemandem im Publikum zu und fängt Gottseidank dann irgendwann endlich wieder zu singen an. Verstanden hast du kein Wort, weil er sich die ganze Zeit links und rechts zu seinen Bandkollegen hin umgedreht hat und genuschelt hat er auch. Vollständige Sätze? Weit gefehlt. Hab’ ich schon hundert Mal erlebt. Ansagen, das kann doch jeder! Neeee, eben nicht. Aber jeder kann es lernen! In diesem Blogartikel zeig ich dir die Dos und Don’ts des Ansagens.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ansagen: Dos und Dont&#8217;s &#8211; hier sind sie:</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Don’t No. 1 &#8211; Nicht improvisieren!</strong></h3>



<p>Du denkst: jeder kann doch irgendwas ansagen. Du vertraust darauf, dass dir dann spontan was einfällt und sagst einfach irgendwas, wird schon schiefgehen – du «improvisierst». Nein, mein Freund. Das ist nicht «improvisieren», das ist «sich nicht richtig vorbereiten». Improvisieren ist was Schönes, gerade in der Musik. Aber überleg mal, wann jemand wirklich gut improvisieren kann. Erst dann, wenn er/sie das Improvisieren gelernt und GEÜBT hat.</p>



<p>Improvisieren kann man nicht einfach so. Dazu gehören ein Verständnis von Skalen und Akkordfolgen, die Beherrschung dieser Dinge auf dem eigenen Instrument, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ideen und das Lernen, sie rasch auszuwählen und so zusammenzufügen, dass sie nicht beliebig klingen, sondern sehr wohl eine Form ergeben, die dann sogar auch noch schön ist. Mit Reden ist das nicht anders. Wer viel ansagen übt, wer weiss, aus welchen Komponenten eine Ansage bestehen muss, wann sie welchen Zweck erfüllen muss etc. etc., der kann diese Elemente sehr wohl «spontan» generieren. Aber eben: nur mit dem entsprechenden Wissen und der nötigen Übung.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Don’t No. 2 &#8211; Nicht entschuldigen!</strong></h3>



<p>Ihr spielt den nächsten Song zum ersten Mal und es könnte evtl. noch was schieflaufen? Ok, aber wieso muss das Publikum das wissen? Wenn du im Vornherein schon ankündigst, dass evtl. etwas falsch klingen könnte, dann sitzt das Publikum nur da und wartet auf einen Fehler. Wie erhöht das denn bitte den Genuss? Gar nicht. Und der Band bringt es auch nichts, nur zusätzlichen Druck. Wenn der Song nicht bereit ist, dann spielt ihn nicht. Und wenn ihr ihn trotzdem ausprobieren wollt, dann tut das – aber mit vollem Einsatz und «unapologetically», wie man auf Englisch so schön sagt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Don’t No. 3 &#8211; Nicht hampeln!</strong></h3>



<p>Nichts ist unangenehmer, als wenn sich die ansagende Person auf der Bühne windet, unbeholfen am Mikrofon herumschraubt, hilfesuchend die anderen Musiker anschaut oder sich ständig in die Haare fasst beim Sprechen. Das wirkt unbeholfen und es ist jedem im Publikum klar, dass sich die Person nicht wohl fühlt in dieser Situation. Der Effekt: Das Publikum fühlt sich <em>auch</em> nicht wohl und der erste Teil des nächsten Songs geht eigentlich drauf, weil sich das Publikum erst wieder entspannen muss, bevor es etwas Neues aufnehmen kann. Also: Ruhig Blut. Entweder gezielte Gesten oder gar keine.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Do No. 1 &#8211; Sag etwas Relevantes.</strong></h3>



<p>Was relevant ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu Beginn des Konzerts sagst du vielleicht lediglich den Titel des Songs – that’s it. Später gibt es evtl. einen Moment, in dem du etwas zum Entstehungsprozess erzählst, eine kleine Anekdote. Dann wieder gibt es Momente, in denen etwas völlig anderes Thema werden kann, z.B. wie heiss/kalt/unglaublich schön das Wetter heute war und wie das so super zum nächsten Song passt. Manche Songs verlieren an Wert, wenn man ihnen zu viel Kontext voranstellt und die Lyrics «erklärt». Sie wirken besser ohne Erklärung und entfalten ihre Wirkung im Zuhörer von ganz alleine. Andere wiederum gewinnen, wenn man sie z.B. in Zusammenhang bringt mit einem gerade aktuellen Thema, weil die Zuhörer dann beim Zuhören einen bestimmten Fokus haben. Faustregel: Wenn dir nix Relevantes einfällt, dann sag nur den Titel oder wer den Song geschrieben hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Do No. 2 – Schreib dir ein Skript.</strong></h3>



<p>Schreib dir ein Skript und lerne es auswendig. Gestalte es mit denselben Mitteln, die du auch beim Singen einsetzt – auch gesprochener Text braucht Pausen, Phrasierung, Satzmelodie, Akzente. Erst dadurch wird er verständlich. Überlege dir gut, was du wie formulierst. Es soll ja nicht wie geschrieben klingen, sondern wie spontan erfunden. Trotzdem soll es präzise sein und nicht tausende Füllwörter enthalten. Es muss klingen wie du. Nimm dir Zeit dafür. Du kannst bestimmen, wie du klingst und was du sagst. Verschenke nicht diese Chance, so gehört und gesehen zu werden, wie du möchtest.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Do No. 3 &#8211; Übe!</strong></h3>



<p>Auf das Publikum sollen Ansagen ja ganz spontan wirken, als falle einem gerade erst ein, was man sagt, als würde man ein bisschen «aus dem Nähtäschchen plaudern». <em>Spontan wirken</em> ist nicht gleich <em>spontan sein</em>. Bitte übe deine Ansagen, sodass sie dir und deiner Musik dienen und die Aufmerksamkeit des Publikums so lenken, dass ein flüssiger, genussvoller Abend entsteht. Mit mehr Übung wirst du immer besser und die verschiedenen Elemente werden dir vertrauter. Irgendwann wirst du nicht mehr üben müssen und wirst die Ansagen tatsächlich improvisieren können. Aber bis dahin – gib dir die Chance, zu erfahren und zu lernen, welche Elemente welche Wirkung haben, was du am besten wann sagst, und was du lieber weglässt. Auch bei Ansagen gilt meist: Weniger ist mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Ansagen sind gestaltungswürdige Teile jedes Konzerts, mit denen die Stimmung und die Energie im Raum steht und fällt. Du kannst damit unheimlich viel bewirken: Du kannst Spannung aufbauen oder Spannung brechen. Du kannst bestimmen, wie du wahrgenommen wirst: als Profi und als kompetente:r sympathische:r Gastgeber:in. Oder du kannst die Aufmerksamkeit des Publikums damit führen, sodass es deinem nächsten Song dient, die Stimmung richtig aufgleist oder den Songtext hervorhebt.</p>



<p>Ansagen sind ein nicht zu unterschätzendes Werkzeug, dessen Einsatz geübt sein will und das einem Konzert und der Musik, die du darbietest erst die Raffinesse, Nonchalance oder Ernsthaftigkeit verleiht, die ihr gebührt. Ich würde sogar soweit gehen und sagen: Wer seine Ansagen <em>nicht</em> gestaltet, der nimmt sein Handwerk nicht ernst und geringschätzt seine eigene Arbeit. Würdige das, woran du so lange mit so viel Energie und Leidenschaft gearbeitet hast und verleihe ihm den Rahmen, der dein Werk so richtig strahlen lässt.</p>



<p>PS: Und wenn du nicht nur beim Reden sondern auch beim Singen unter Lampenfieber leidest, dann schau dir vielleicht auch noch diesen Blogartikel an: <a href="https://songwork.ch/lampenfieber/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lampenfieber überwinden &#8211; 3 clevere Tricks</a></p>
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		<title>Singen im Chor &#8211; 4 Dinge, die du darüber wissen solltest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2022 10:28:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Singst du im Chor? Oder überlegst du dir, dich einem Chor anzuschliessen? Vielleicht kennst du die folgende Situation: Dein Chor macht ein Probewochenende und danach sind alle heiser. Hast du schon einmal im Publikum gesessen bei einem Chorkonzert eines Bekannten und hast dich «fremdgeschämt», weil es halt nicht so super klang? 😉 Singen im Chor [&#8230;]</p>
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<p>Singst du im Chor? Oder überlegst du dir, dich einem Chor anzuschliessen? Vielleicht kennst du die folgende Situation: Dein Chor macht ein Probewochenende und danach sind alle heiser. Hast du schon einmal im Publikum gesessen bei einem Chorkonzert eines Bekannten und hast dich «fremdgeschämt», weil es halt nicht so super klang? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Singen im Chor ist anders als Solo singen. Aber nicht <em>so</em> anders, wie du vielleicht denkst. Und es gibt ein paar Dinge, die du dir überlegen solltest, bevor du dich einem Chor anschliesst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Technikfalle: Hören versus Spüren beim Singen im Chor</strong></h2>



<p>Das allergrösste Problem, das mir in der Arbeit mit Chorsängerinnen und -sängern immer wieder begegnet, ist, dass ihnen meist gar nicht bewusst ist, worauf sie beim Singen eigentlich achten müssen. Sie stürzen sich voller Elan in die Probe und sind danach heiser. Der häufigste Grund dafür ist ein falscher Fokus. Die Sängerinnen und Sänger konzentrieren sich voll auf die Dirigentin, auf die Noten, den Text, den Sänger nebendran, den Witz, den der auf der anderen Seite grad gemacht hat etc. etc. und nehmen sich selbst gar nicht richtig wahr. Sie merken z.B. nicht, wie laut sie selbst singen, sie hören sich selbst schlecht oder gar nicht und sie spüren nicht, wann wieviel Energieeinsatz nötig ist.</p>



<p>Lautes Singen an sich ist nicht gefährlich für die Stimme und macht auch nicht heiser – solange diese Lautstärke auf gesunde Art und Weise erzeugt wird. Und dafür ist ein bisschen Technik und Übung nötig und – vor allem – ein Bewusstsein dafür, dass es wichtig ist, den eigenen Körper auch beim Singen im Chor gut wahrzunehmen und sich nicht nur nach aussen zu orientieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wahrnehmungsfalle: Du bist zwar in einer Gruppe, aber man hört dich trotzdem</strong></h2>



<p>Immer wieder begegne ich der fixen Idee, dass man – wenn man leise singt und sich zurückhält bzw. an den anderen Sängern orientiert – nicht gehört wird bzw. der eigene Gesang keinen Einfluss nimmt auf den Gesamtklang. Oft ist die betreffende Person etwas schüchtern und unsicher in Bezug auf die eigene Stimme und will partout keine Fehler machen.</p>



<p>Es stimmt natürlich nicht, dass man dich nicht hört, wenn du leise singst. Man hört alle. Und wer nur zögerlich einsetzt oder immer erst dann, wenn die anderen schon singen, der macht den Gesamtklang des Chors schwammig und ungenau. Beim Singen im Chor, ist es also total wichtig, dass du realisierst, dass dein Beitrag wichtig ist. Deine Stimme trägt genau wie alle anderen zum Gesamtklang bei und du musst dir die nötige Sicherheit erarbeiten, sodass du deinen Teil AKTIV leisten kannst und nicht einfach nur mitschwimmst. <a href="https://songwork.ch/hoch-singen/">Schau dir z.B. meinen Blogartikel zum Thema &#8222;Hoch singen&#8220; an, wenn du ein paar Techniktipps brauchst.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Erwartungen und Ansprüche hast du? Und welche hat der Chor?</strong></h2>



<p>Bevor du dich einem Chor anschliesst, ist es wichtig zu klären, was von dir erwartet wird und dir bewusst zu machen, aus welchen Gründen du mitsingen möchtest. Individualismus ist omnipräsent – Chorsingen ist aber eine Gruppenangelegenheit und deine Präsenz an den Proben ist wichtig. Mach dir bewusst, dass eigene Wünsche zugunsten der Gruppe manchmal zurückgestellt werden müssen. Das ist besonders bei Terminabsprachen wichtig – da kann nicht jeder Kindergeburtstag berücksichtig werden. Kläre also die folgenden Fragen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wann und wo wird geprobt?</li><li>Welche terminlichen Verpflichtungen bestehen und kannst du ihnen nachkommen?</li><li>Was ist an Vorbereitung für die Proben nötig? Wird erwartet, dass du zwischen den Proben selbständig übst und gibt es allenfalls Hilfsmittel wie Backingtracks?</li><li>Welche Vorkenntnisse musst du mitbringen? Solltest du z.B. Notenlesen können oder bist du bereit es zu lernen?</li><li>Welches Repertoire hat der Chor, was sind die Stilrichtungen?</li><li>Wird bei Konzerten auswendig gesungen?</li><li>Was ist deine Motivation? Zusammensein mit anderen? Gemeinsames Musikmachen? Etwas Gutes erarbeiten? Ohne Verpflichtung Spass haben? (Achtung &#8211; Fangfrage&#8230; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> )</li><li>Wieviel Zeit bist du bereit, zusätzlich zu den Proben zu investieren? Kannst du dich auch anderweitig engagieren z.B. für Werbung oder Organisatorisches?</li><li>Was sind deine musikalischen Ambitionen, liegt dir z.B. daran, komplexe Arrangements zu singen?</li></ul>



<p>Wenn du diese Dinge im Vorfeld klärst, dann sollte rasch klar werden, ob du und der betreffende Chor zu einander passt oder nicht. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Selbstverwirklichung des Chorleiters <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></h2>



<p>Ich habe schon so oft in Konzerten gesessen und mich darüber geärgert, dass das ausgewählte Material für die beteiligten Sänger:innen zu schwierig war. Den Wunsch eines jeden Chorleiters, tolle und auch schwierige Stücke einzustudieren, kann absolut nachvollziehen &#8211; ich hab’ ja auch meine Ambitionen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Aber wenn es darauf hinausläuft, dass der Chor überfordert ist und das Ergebnis zu wünschen übriglässt, dann decken sich entweder die Ansprüche des Chorleiters nicht mit den Fähigkeiten der Sänger oder sowohl Sänger als auch Chorleiter haben unterschätzt, was an Training nötig ist, das betreffende Repertoire richtig zu beherrschen. Ein Chorkonzert, das nicht richtig klingt und schwingt, ist einfach eine traurige Angelegenheit. Hör dir, bevor du einem Chor beitrittst, Aufnahmen an oder geh an ein Konzert, wenn möglich. Besuche eine Probe und sprich mit der Chorleiterin/dem Chorleiter über das Repertoire, deine Vorkenntnisse und informiere dich über das Lern- und Probekonzept.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Singen macht Spass und Singen im Chor ist eine tolle Sache, die Gesundheit, Wohlbefinden und sozialen Zusammenhalt fördert. Ich bin total dafür. Ich bin aber auch ein Verfechter von guter Qualität. Ja, Chorsingen ist für die allermeisten Leute ein Hobby. Was aber ist ein Hobby? Etwas, das man zum Spass macht? Etwas, mit dem man kein Geld verdient? Ja, schon, aber damit man auch wirklich etwas davon hat, muss man sich wahrscheinlich bei allem Spass auch zwischendurch mal ein bisschen anstrengen. Spass und Anstrengung schliessen sich nicht aus. Sie führen in Kombination zum besten aller Ergebnisse: Zu einem erfüllenden Erlebnis – nicht nur für mich, sondern auch für die anderen. Also – ab in den Chor! Gib alles! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Was soll ich singen? Diese 5 Fragen solltest du dir stellen, um eine gute Songauswahl für dich zu treffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2022 18:19:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Sänger:in bist du immer wieder mit der Frage konfrontiert: Welchen Song lerne ich als nächstes. Oft nimmt man einfach, worauf man grad Lust hat und das ist eigentlich auch gar keine schlechte Idee. Aber vielleicht möchtest du ja ein Repertoire aufbauen, mit dem du dich wirklich richtig wohl fühlst und das gut zu dir [&#8230;]</p>
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<p>Als Sänger:in bist du immer wieder mit der Frage konfrontiert: Welchen Song lerne ich als nächstes. Oft nimmt man einfach, worauf man grad Lust hat und das ist eigentlich auch gar keine schlechte Idee. Aber vielleicht möchtest du ja ein Repertoire aufbauen, mit dem du dich wirklich richtig wohl fühlst und das gut zu dir passt. Wie also triffst du eine gute Songauswahl für dich? Stelle dir die die folgenden Fragen:</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1.  Finde ich den Song einfach zum Anhören schön oder auch zum selber singen?</strong></h2>



<p>Ganz ehrlich – das ist mir schon so oft passiert: Ich höre einen Song immer wieder, bin ganz begeistert davon und fange an, ihn zu üben – und siehe da: Nach kurzer Zeit realisiere ich, dass ich den Song zwar gerne höre, aber dass ich ihn zum selber singen irgendwie nicht so toll finde. Das kann natürlich ganz unterschiedliche Gründe haben. In jedem aber Fall gilt: Songs, die dich beim selber singen langweilen oder dir sogar anfangen auf die Nerven zu gehen gehören nicht in dein Repertoire. Geniesse sie beim Anhören.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2. Ist der Song sehr abhängig von speziellen Soundeffekten?</strong></h2>



<p>Manche Songs leben förmlich von speziellen Beats, Soundeffekten oder Riffs eines bestimmten Instruments. Wenn man diese Elemente nicht reproduzieren kann, funktioniert der Song nicht, weil etwas fehlt, das ihn ganz massgeblich prägt. Wenn du also auf der Suche bist nach Songs, die sich auch nur mit Gitarre oder Klavier gut begleiten lassen, dann nimm Material in deine Songauswahl auf, das nicht abhängig ist von vielen Instrumenten oder speziellen Effekten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. Weckt der Song in mir Ideen, wie ich ihn gestalten könnte?</strong></h2>



<p>Diese Frage hängt natürlich mit der vorhergehenden zusammen. Von speziellen Effekten abhängige Songs lassen sich weniger flexibel gestalten. Stücke mit einer starken Melodie lassen da mehr Raum. Probiere aus, ob dir Ideen kommen, wie du z.B. die Melodie anders phrasieren könntest. Spiele mit dem Tempo, probiere Melodie- und Rhythmusvariationen aus. Klar kann man einen Song auch genauso singen wie im Original – keine Frage. Aber wenn er nur so gut funktioniert, dann ist es unter Umständen schwieriger, ihn dir wirklich zu eigen zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Kann ich mit dem Text etwas anfangen?</strong></h2>



<p>Das ist die wahrscheinlich wichtigste Frage. Songs bestehen nicht nur aus Tönen, sondern auch aus Worten. Und Worte haben einen ganz konkreten Inhalt. Es ist wichtig, dass der Text des Songs dich anspricht. Erst mal musst du ihn natürlich verstehen. Wenn er nicht in deiner Muttersprache geschrieben ist, dann such nach einer Übersetzung oder schlag die Wörter nach, die du nicht kennst. Oft enthalten Songtexte auch Redewendungen oder subtile Anspielungen, die man in einer Fremdsprache nicht unbedingt sofort versteht. Prüfe den Text auf seine Qualität: Sind das ein paar banale aneinandergereihte Aussagen, oder erkennst du einen Aufbau, einen Verlauf? Sagen die Worte genau eine einzige Sache aus, oder kann man sie auf verschiedene Weisen verstehen und interpretieren? Lösen die Sätze etwas aus in dir, ein Gefühl, Gedanken, Ideen?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. Kann ich hinter der Aussage stehen?</strong></h2>



<p>Und zu guter Letzt: Kannst du die Kernaussage des Songs vertreten? Ist das etwas, das sich mit deinen persönlichen Werten deckt? Wenn du einen Song erarbeitest, besteht ein grosser Teil der Arbeit darin, ihn dir zu eigen zu machen. Deine Interpretation des Songs muss eine persönliche werden, die dich widerspiegelt. Wo erkennst du dich im Song wieder? Was ist DEINE Version der Aussage? Deine Songauswahl soll nur enthalten, was du auch wirklich aus ganzem Herzen bejahen kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Und jetzt denkst du vielleicht – oh Gott, wie soll ich denn da je etwas finden! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Keine Angst: Allerhöchstwahrscheinlich berücksichtigst du diese Fragen sowieso schon, wenn du dich für etwas entscheidest. Es ist ja logisch, dass wir uns eher zu etwas hingezogen fühlen, das uns anspricht und das wir interessant finden. Die Fragen können dir aber dazu dienen, genauer zu reflektieren, welche Aspekte für dich wirklich wichtig sind und was dich als Sänger:in ausmacht, wie du dich zeigen möchtest. Und vielleicht ist ja auch etwas darunter, das du bis anhin überhaupt nicht auf dem Schirm hattest – umso besser! Dann gibt es bei der Songauswahl viel Neues für dich zu entdecken.</p>



<p>PS: Wenn du mehr zum Thema &#8222;Sich einen Song zu eigen machen&#8220; wissen möchtest, dann lade dir doch meine <a href="https://songwork.ch/checkliste-in-10-schritten-ready-fuer-die-buehne/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Checkliste &#8222;In 10 Schritten ready für die Bühne&#8220;</a> herunter.</p>
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		<title>5 Fehler beim Singen Üben und was du stattdessen tun kannst</title>
		<link>https://songwork.ch/singen-ueben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2022 15:16:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Üben ist so eine Sache, oder? Das Wort wird verwendet im Zusammenhang mit Instrumenten, schulischen Dingen oder eben auch Singen. Und oft haftet dem Begriff eine Art unangenehme Atmosphäre an. Man denkt an etwas, das man tun «muss», etwas Mühsames, eine lästige Pflicht. Dabei ist «Üben» genau dasselbe wie «Trainieren». Im Sport heisst «Üben» «Trainieren» [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Üben ist so eine Sache, oder? Das Wort wird verwendet im Zusammenhang mit Instrumenten, schulischen Dingen oder eben auch Singen. Und oft haftet dem Begriff eine Art unangenehme Atmosphäre an. Man denkt an etwas, das man tun «muss», etwas Mühsames, eine lästige Pflicht. Dabei ist «Üben» genau dasselbe wie «Trainieren». Im Sport heisst «Üben» «Trainieren» und seltsamerweise klingt das in vielen Ohren gleich viel motivierender. Überleg dir mal, wie du auf diese beiden Worte reagierst und was sie in dir auslösen. Aber worauf will ich eigentlich hinaus? Was ich sagen will, ist, dass wir uns für unsere technische Entwicklung als Sängerinnen und Sänger einige Prinzipien aus dem Sport zunutze machen können. 5 Fehler, die wir beim Singen Üben machen, können wir nämlich ganz «sportlich» angehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 1: Immer das ganze Lied durchsingen</h2>



<p>Kein Sportler käme auf die Idee, er würde schlicht dadurch besser, dass er mehrmals nacheinander ein ganzes Spiel spielt. Das macht zwar Spass, aber um technisch besser zu werden ist es total ineffizient. Wer beim Aufschlag jedes Mal den Ball ins Netz haut, tut gut daran, mal anzuschauen, wie ein Aufschlag denn eigentlich funktioniert, wie die Bewegungsabläufe sind, was direkt vorher passiert etc. Und dann wird einmal nur diese eine Komponente des Spiels trainiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zerlegen in kleine Teile</h3>



<p>Das Prinzip des Zerlegens in kleinere, leichter analysierbare Teile können wir beim Singen Üben genauso anwenden. Anstatt immer das ganze Lied durchzusingen und sich jedes Mal an der einen Stelle zu nerven, die man dann doch nochmal wiederholen muss, weil sie nicht geklappt hat, lohnt es sich doch, diese eine Stelle einfach mal isoliert anzuschauen. Analysiere ganz in Ruhe, was nötig ist, um diese eine Stelle zu meistern. Nimm dir Zeit, die einzelnen Komponenten verlangsamt und isoliert zu üben. Zerlege die Stelle in Teile, die du isoliert meistern kannst. Und dann füge sie wieder zusammen. Auf diese Weise wirst du schnellere und vor allem deutlichere Ergebnisse sehen, als wenn du einfach nur «durchsingst».</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 2: Den eigenen Zustand beim Singen Üben nicht berücksichtigen</h2>



<p>Wer verletzt ist oder eine grauenhafte Nacht hinter sich hat, wird sein Sporttraining entsprechend anpassen. Es ist ganz offensichtlich, dass die eigene Leistungsfähigkeit abhängig ist davon, wie fit und gesund man ist. Das ist auch beim Singen Üben nicht anders. Es ist wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wo – je nach Tagesform – die eigenen Grenzen liegen. Eine meiner Gesangslehrerinnen hat einmal gesagt: Wenn du die Wahl hast zwischen Üben und Schlafen, dann geh lieber schlafen. Und sie hatte recht. Nichts ist frustrierender und ergebnisloser als in müdem Zustand Singen zu Üben. Es lohnt sich also, zu überlegen, was man wann übt. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie geht&#8217;s dir und was tust du wann?</h3>



<p>Wer eine Kehlkopfentzündung hat, sollte definitiv keine Stimmübungen machen. Wer total übermüdet ist, hat wahrscheinlich auch grad nicht die Kraft für technisch anspruchsvolles Training. Aber ein sich Auseinandersetzen mit dem Text, der Struktur und der Interpretation des Songs kann in so einer Situation sinnvolles Üben sein. Atemübungen gehen auch bei Halsschmerzen. Aber eben – manchmal ist es produktiver, eine Pause einzulegen und sich die nötige Erholung zu gönnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 3: Ohne Ziel üben</h2>



<p>Ein bisschen Kardio, ein bisschen Krafttraining, ein bisschen Stretching – so sehen die Fitnessprogramme im Amateurtraining aus. Das sieht vielleicht so aus, als würde man möglichst alle Bereiche abdecken und es ist sicher besser, als gar keinen Sport zu treiben und hilft, die Form zu erhalten. Um sich aber wirklich zu verbessern, bringt so ein Ablauf wenig. Deswegen trainieren Sportler gezielt um ganz bestimmte Skills zu entwickeln und zu verbessern. Aufs Singen angewendet könnte das so aussehen: Du setzt dir ein klares und überschaubares Ziel. Also nicht: In 6 Monaten will ich singen können wie Lady Gaga. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sondern: Innerhalb der nächsten drei Wochen möchte ich die Phrase «I don’t wanna be just a memory, baby» aus «Shallow» in der Originaltonart singen können. Und das führt uns gleich zum nächsten Fehler.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 4: Ohne Plan üben</h2>



<p>Sagen wir mal, eine Tennisspielerin hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten drei Wochen ihren Aufschlag so zu verbessern, dass sie ihn in 70 % der Fälle übers Netz kriegt. (Keine Ahnung, ob das realistisch ist &#8211; ich hab keine Ahnung vom Tennis! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f602.png" alt="😂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />) Was tut sie, um dieses Ziel zu erreichen? Sie überlegt sich, was denn dazu führt, dass der Ball übers Netz geht. Vielleicht bittet sie auch ihre Trainerin, ihr ein Programm vorzugeben, das zu diesem Ziel führt. Und genau das kannst du beim Singen Üben auch tun. Du hast dein Ziel definiert («I don’t wanna be just&#8230;») und jetzt geht es darum, zu definieren, welche Schritte zu diesem Ziel führen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wo liegt denn genau das Problem?</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Erreichst du vielleicht den hohen Ton zu Beginn nicht? Dann sollte dein Übungsprogramm darauf fokussieren, deinen Tonumfang auszubauen.</li><li>Oder geht dir im Verlauf der Phrase die Luft aus? Dann geht es darum, das richtige Einteilen der Energie zu trainieren, evtl. in Kombination mit Entspannen beim Einatmen.</li><li>Vielleicht hast du Schwierigkeiten mit der Intonation und es klingt immer ein bisschen schief? Dann solltest du dir anschauen, wie du die verschiedenen Töne im Vergleich miteinander wahrnimmst in Bezug auf deinen Energieeinsatz.</li><li>Oder vielleicht fühlt sich das ganze einfach irgendwie verklemmt an? Dann gibt es höchstwahrscheinlich etwas am Setting und am Luftstrommanagement zu optimieren.</li></ul>



<p></p>



<p>Du siehst schon – je nachdem, wo der Hase im Pfeffer liegt, sieht dein Trainingsplan ganz anders aus. Und es ist total wichtig, sich die Zeit zu nehmen, diese Dinge richtig zu analysieren, denn sonst übst du einfach mal ins Blaue hinaus ohne zu wissen, ob dann auch wirklich was dabei rauskommt. Und weisst du was? Vielleicht verbesserst du dich schon. Aber – und das ist ein grosses Aber – du wirst nicht wirklich das Gefühl haben, etwas geleistet zu haben. Du wirst dich für deine Verbesserung nicht verantwortlich fühlen. Sie wird nicht dazu beitragen, dass du dich kompetenter fühlst als Sänger*in. Und das nur, weil du nicht richtig festmachen kannst, wie die Verbesserung zustande gekommen ist. Ein Trainingsplan sorgt also zusätzlich dazu, dass er Resultate liefert auch noch dafür, dass du dich auch gut fühlst mit diesen Resultaten, denn du weisst genau, was du dafür getan hast.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler Nr. 5: Nie anwenden</h2>



<p>Ganz wichtig: Technik, Pläne und Training sind kein Selbstzweck. Sie dienen dazu, dass du eine künstlerische Idee umsetzen kannst, ein Publikum berührst, etwas aussagst. Deswegen ist der fünfte und fatalste Fehler derjenige, das Gelernte nie wirklich anzuwenden. Es ist sehr verführerisch, sich unter dem Deckmantel des Perfektionismus und der Selbstkritik zu verstecken und einfach immer weiter zu trainieren, ohne je zum Wettkampf anzutreten. Denn – wer weiss – vielleicht ist man ja noch nicht bereit</p>



<p>Ob du bereit bist, oder nicht, ist eine Entscheidung. Natürlich empfehle ich dir nicht unbedingt einen Auftritt zu machen, wenn du den Song noch nicht kannst. Aber bestimmte Dinge kann man nur in der tatsächlichen Situation üben. Jeder Sportler muss sich in der Situation erleben, wenn ihm das andere Team gegenübersteht und es ernst gilt. Wie soll er sonst mit diesen Aspekten des Spiels – Druck, Aufregung, unter Beobachtung stehen etc. umgehen lernen. Das ist beim Singen nicht anders. Dein Üben ist nicht zu Ende bis du nicht die erarbeiteten Dinge in einer realen Auftrittssituation ausprobiert und dann im Nachhinein nochmals reflektiert und vielleicht angepasst hast.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Richtig Singen Üben: Das Fazit</h2>



<p>Hier nochmal in der Übersicht, die Dinge, die du dir fürs Singen Üben vom Sport abkucken kannst:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>In kleine Schritte aufteilen (nicht den ganzen Song durchsingen)</li><li>Berücksichtigen, wie du dich fühlst (nicht zwei Stunden lang Technik üben, wenn du total K.O. bist)</li><li>Ziel setzen (nicht einfach «irgendwas» üben, sondern bestimmen, wo es hinführen soll)</li><li>Planen, was du übst (am Ziel orientierten Trainingsplan aufstellen und durcharbeiten)</li><li>Austesten (ab auf die Bühne mit dir)</li></ul>



<p></p>



<p>Und wenn ich jetzt nochmals überlege, wie Üben und Trainieren eigentlich dasselbe bedeuten, dann fällt mir auch auf, wie ich die beiden Worte bisher unterschiedlich wahrgenommen habe. Üben habe ich eigentlich immer nur mit «Wiederholung» in Verbindung gebracht. Und ja klar, Wiederholung ist sehr wichtig um neue Fähigkeiten zu festigen. Das Wort «Trainieren» jedoch enthält für mich mehr Absicht, mehr Ziel, mehr Bewusstsein. Und das ist es glaube ich, worauf ich hinaus will&#8230;</p>



<p>Üben soll etwas Bewusstes sein, das dich weiterbringt und das du bewusst gestaltest, weil du weisst, wozu es dient. Dann sind nämlich die damit assoziierten Dinge wie «mühsam» oder «Pflicht» gar kein Ding mehr. Motivation ergibt sich aus Sinn. Wenn du die obigen fünf Prinzipien konsequent anwendest, wird dein Üben mit Sicherheit viel an Sinn gewinnen und du wirst dich mehr und mehr darauf freuen. Ich wünsche dir von Herzen viel Spass beim Üben!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und solltest du mal hängen bleiben&#8230;</h2>



<p>&#8230;helfe ich dir gerne weiter. Wenn du dich für 1:1 Gesangsunterricht interessierst, dann schau mal <a href="https://songwork.ch/einzelgesangsunterricht/">auf dieser Seite</a> vorbei.</p>
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		<title>Lampenfieber überwinden: 3 clevere Tricks</title>
		<link>https://songwork.ch/lampenfieber/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2022 10:47:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt nur wenige Leute, die sich vollkommen ohne Lampenfieber auf eine Bühne begeben. Und ehrlich gesagt, sind mir die leicht suspekt. ☺️ Denn Lampenfieber – so furchtbar es sich auch anfühlt – hat auch seine guten Seiten. Aber dazu später mehr. Erst einmal schauen wir uns an, was du tun kannst, um dieses Gefühl [&#8230;]</p>
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<p>Es gibt nur wenige Leute, die sich vollkommen ohne Lampenfieber auf eine Bühne begeben. Und ehrlich gesagt, sind mir die leicht suspekt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/263a.png" alt="☺" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Denn Lampenfieber – so furchtbar es sich auch anfühlt – hat auch seine guten Seiten. Aber dazu später mehr. Erst einmal schauen wir uns an, was du tun kannst, um dieses Gefühl von Hilflosigkeit, Ausgeliefert-Sein, Fliehen-Wollen und Sich-selbst-infrage-Stellen so zu handhaben, dass es dich nicht daran hindert, eine gute Performance abzuliefern. Wir besprechen ebenfalls, wie du deinen Auftritt trotz Lampenfieber geniessen kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deine Vorbereitung &#8211; Lampenfieber entkräften</h2>



<p>Vielleicht kommt dir das jetzt ganz offensichtlich vor, aber ich will es trotzdem hier erwähnen. Ich sehe nämlich immer wieder, wie oft es passiert, dass dieser Aspekt vergessen geht oder heruntergespielt wird: Du kannst dein Lampenfieber ganz klar dadurch beeinflussen, dass du dich gut auf deinen Auftritt vorbereitest. Sich gut auf einen Auftritt vorzubereiten heisst nicht einfach, dass du den Text des Songs auswendig kannst und weisst, wie die Melodie geht. Es gehören noch viele weitere Dinge dazu, die viel dazu beitragen, dass du dich auf der Bühne sicher und kompetent fühlst. Das Ziel der Vorbereitung ist, dass du ganz genau weisst, was du wann wie zu tun hast. (Über das Thema Spontaneität und wie das immer wieder mit «Sich nicht vorbereiten» verwechselt wird, werde ich an anderer Stelle einmal ausführlicher schreiben.)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn du dich richtig gut auf einen Auftritt vorbereitet hast, dann hast du die folgenden Dinge umgesetzt:</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Technik &amp; Struktur</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Du kennst den Ablauf und die Struktur des Songs. Das bedeutet, dass du nicht weisst, wann welche Strophe kommt, sondern auch, wie der Song dramaturgisch verläuft. Wo ist der Höhepunkt, wo sind Wendepunkte, was sind die Ziele jedes einzelnen Teils?</li><li>Du hast den Song musikalisch und technisch so erarbeitet, dass es keine Stellen mehr darin gibt, die dich aus der Bahn werfen. Auch dann nicht, wenn genau in dem Moment jemand im Publikum hustet. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></li><li>Du bist mit dem Text vertraut. Das heisst, du verstehst ihn, und zwar nicht einfach der Spur nach, sondern ganz genau.</li><li>Du hast bestimmt, wie du auftrittst und wo auf der Bühne du deine Ansage machst.</li><li>Du hast die Ansage gelernt und geprobt.</li><li>Du hast alle nötigen Absprachen mit der Band getroffen über Tempo, Beginn, Ende, Übergänge etc. und diese Dinge gemeinsam geprobt, bis sie sitzen.</li><li>Falls du mit Mikrofon singst, hast du dich mit seinen Eigenheiten vertraut gemacht und weisst, wie du den Abstand je nach Lautstärke regulieren musst.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Interpretation</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Du hast bestimmt, an wen du dich richtest, d.h. zu wem du den Song innerlich singst.</li><li>Du hast analysiert und bestimmt, welche Atmosphären, Gefühle und Absichten den verschiedenen Abschnitten des Songs zugrunde liegen.</li><li>Du hast auf dieser Basis deine Gänge, Gesten, Bewegungen und Blicke geprobt und fühlst dich sicher damit.</li><li>Du hast überprüft, ob deine musikalische und dynamische Gestaltung auch wirklich das abbildet, was du aussagen möchtest. Es ist wichtig, zu überprüfen, ob du wirklich eine eigene Wahl getroffen hast in Bezug auf die Gestaltung. Unter Umständen hast du nämlich Version von jemand anderem im Ohr, die du ohne zu hinterfragen kopierst. Kopieren ist nicht grundsätzlich falsch, aber du solltest es bewusst tun und weil es zu deiner eigenen Interpretation passt.</li><li>Du hast in Abstimmung mit deiner Interpretation bestimmt, was du anziehen wirst und hast in dem Outfit geprobt.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Repetition &amp; Konzentration</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Du hast deinen Auftritt mehrfach durchgespielt, ohne zu unterbrechen, egal was passiert ist.</li><li>Du hast mit Ablenkungen geübt &#8211; z.B. in einem anderen Raum als sonst, während der Fernseher läuft, währenddem du gleichzeitig etwas anderes tust.</li><li>Du hast – im Idealfall – die Möglichkeit gehabt, den Song auf der Bühne zu proben. Falls das nicht möglich war, hast du beim Proben zu Hause oder im Proberaum die Bühne und den Zuschauerraum visualisiert und dir genau vorgestellt, wie alles aussehen wird.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Alles kontrollieren geht nicht</h3>



<p>Du siehst – es gibt sehr viele Dinge, die du tatsächlich selbst in der Hand hast, die du vorbereiten, die du bestimmen kannst. Und ich hab’ ganz bestimmt noch was vergessen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Einige Aspekte lassen sich natürlich nicht kontrollieren, z.B. wie das Publikum reagieren wird. Aber wenn du diejenigen Dinge, die du vorbereiten <em>kannst</em>, auch vorbereitet <em>hast</em>, dann werden dich diejenigen Dinge, auf die du <em>keinen</em> Einfluss nehmen kannst, auch weniger stressen. Denn du weisst genau, dass du dein Bestes gegeben hast in der Vorbereitung und du weisst auch genau, was du in jedem Moment zu tun hast. Das erzeugt sehr viel Konzentration und gleichzeitig auch Entspannung. Mit guter Vorbereitung entkräftest du den Aspekt des Lampenfiebers, der dadurch entsteht, dass du nicht sicher bist, was du tust und wie du es tust.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Extra-Tipp:</h3>



<p>Hol dir hier meine <a href="https://songwork.ch/checkliste-in-10-schritten-ready-fuer-die-buehne/">Mini-Checkliste</a> zum Ausdrucken, um deinen nächsten Song für die Bühne vorzubereiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Verhalten vor dem Auftritt &#8211; Lampenfieber eingrenzen</h2>



<p>Eine weitere Sache, die du beeinflussen kannst, ist wie du dich direkt vor dem Auftritt verhältst. Meistens ist man nicht alleine hinter der Bühne und häufig gehen andere Beteiligte anders mit dem eigenen Lampenfieber um als man selbst. Oft ist es so, dass diese Dinge unbewusst ablaufen und eine Art Hektik entsteht oder eine Übererregung mit lautem Reden und Lachen. Das verständliche, aber unbewusste Ziel davon ist, Spannung abzubauen. Ich persönlich finde es allerdings hilfreicher, mir diese Spannung zunutze zu machen, anstatt sie abzubauen, bewusst mit ihr umzugehen. Denn Spannung erzeugt auch Fokus und Konzentration. Sie zeigt mir auf, dass das was ich vorhabe, von Bedeutung für mich ist und nicht belanglos. Mein Auftritt ist für mich als Künstlerin sinnstiftend und wichtig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Deshalb ist meine Vorgehensweise vor einem Auftritt die folgende:</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Ich mache – wenn möglich – eine kurze Probe auf der Bühne. Nicht, um noch an irgendetwas zu feilen, sondern lediglich um mich zu orientieren. Ich will mich in dem Raum hören, sehen, wie alles aussieht, wie die Distanzen sind etc. Wenn du mit Band und Verstärkung singst, ist der Soundcheck der Moment für Orientierung.</li><li>Ich singe ein paar kurze Passagen, die ich nochmals «verifizieren» will. Manchmal ist das eine technisch schwierige Stelle, meistens aber schlicht der Anfang des Songs. Ich teste, ob ich das Tempo finde, wie ich die Lautstärke gerade empfinde etc.</li><li>Danach bereite ich alles vor, was ich für den Auftritt brauche. Kostüm, Make-up, Mikro. Währenddessen konzentriere ich mich ganz auf mich selbst und spreche nicht grossartig mit anderen. Ich konzentriere mich auf das was bevorsteht.</li><li>Ab und zu mache ich noch eine Atemübung, die mir hilft, meine Bauchmuskulatur zu entspannen und die Atmung zu verlangsamen und zu vertiefen. Manchmal fehlt mir aber auch die Ruhe dazu und dann konzentriere ich mich einfach darauf, was kommen wird, ohne allzu sehr darauf zu achten, wie ich mich fühle. Wenn ich mich zu sehr auf physische oder emotionale Empfindungen konzentriere, dann steigere ich mich in etwas rein, das nicht hilfreich ist. Für mich ist Konzentration auf das Tun der Schlüssel. Und das Wissen, dass das Gefühl der Nervosität erstens vorbeigeht und zweitens mir zeigt, dass das was ich vorhabe von Bedeutung ist.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Ausprobieren</h3>



<p>Ich empfehle dir, dass du austestest, was dir persönlich gut tut. Der wichtigste Punkt dieses Abschnitts ist, dass der bewusste Umgang mit der Zeit vor dem Auftritt und das absichtliche Gestalten davon ausschlaggebend ist. Was genau du tust und was dir hilft als Ablauf, Struktur oder Ritual, ist sehr individuell. Probiere es aus. Und nimm dir das Recht heraus, anderen, die auch da sind zu sagen, dass du jetzt z.B. nicht reden willst. Oder geh nochmals eine Runde ums Haus rennen. Hör deinen Lieblingssong. Oder geh innerlich alles nochmal durch was kommen wird. Dein Ziel ist, zu bündeln, zu fokussieren, zu richten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deine Einstellung (Neudeutsch – «Mindset»)</h2>



<p>Es ist in aller Munde: das «Mindset», ein totales Modewort. Im Grunde ist das nichts anderes als deine Einstellung zu dem, was du nächstens tun wirst, die Haltung, mit der du an etwas herangehst. Es ist also, zugegebenermassen, eine wichtige Sache, die gerade für Leute, die auf der Bühne stehen, einen starken Einfluss darauf hat, wie ihre Performance wirkt und wie sie sich selber wahrnehmen.</p>



<p>Eine grosse Komponente von Lampenfieber sind Selbstzweifel. Du denkst: Ja, ich hab mich super vorbereitet. Ja, ich weiss genau, was ich zu tun hab. Ja, ich hab mich konzentriert und bin eigentlich bereit für den Auftritt. Aber – oh Gott – werden sie mich mögen?!?!?! Ist das alles Scheisse, was ich hier mache? Hab’ ich die falschen Entscheidungen getroffen? Werde ich mich total lächerlich machen? Werden alle denken, der/die ist ja total Fake und hat ja keine Ahnung, was er/sie macht da oben.</p>



<p>Jaja, ich kenne diese Gedanken nur zu gut. Sie begleiten mich schon lange und immer wieder. Sie sind Teil des Prozesses. Und genau das hilft mir in dem Moment, in dem sie auftauchen. Ich sage ihnen: «Ahhhh, hallo ihr Lieben, da seid ihr ja wieder! Ok, ich hab’ euch gehört und jetzt muss ich aber weiter, denn ich hab’ hier noch was zu tun.»</p>



<h3 class="wp-block-heading">Worum geht&#8217;s eigentlich?</h3>



<p>Und dann mache ich mir klar, dass es bei diesem Auftritt nicht um mich geht.</p>



<p>Ich sag’ nochmal für dich: Mach dir klar, dass es NICHT UM DICH GEHT. Dein Job ist, dafür zu sorgen, dass das Publikum etwas erlebt und etwas fühlt und im besten Fall auch noch etwas denkt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/263a.png" alt="☺" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Du hast mit all deiner Expertise diesen Auftritt vorbereitet, um dem Publikum ein Erlebnis zu ermöglichen. Du hast etwas zu geben und das Publikum ist da um es von dir zu empfangen. Du hast dafür zu sorgen, dass die sich alle wohlfühlen. Sie alle sind da, um zu hören und zu sehen, was du gleich zeigen wirst.</p>



<p>Also gib. Und zwar mit vollen Armen und aus ganzem Herzen. Eine der wichtigsten Eigenschaften, die wir als Performer kultivieren sollten, ist Grosszügigkeit. Teile dein Können, dein Talent und deine wunderbare Kunst mit den Leuten, die ja gekommen sind, um genau das zu sehen. Was du kannst und zu geben hast, ist ein Geschenk. Wenn du mit dieser Einstellung auf die Bühne trittst, dann wird dein Auftritt auch für dich zu einem genussvollen Erlebnis. Was ist schöner, als jemanden zu beschenken und die Freude darüber mitzuerleben?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Wie du sicher gemerkt hast, habe ich nicht darüber geschrieben, wie du dein Lampenfieber loswirst, sondern wie du damit umgehen kannst. Ich halte Lampenfieber für wichtig, denn – ich habe es bereits mehrfach gesagt – es zeigt mir, dass das was ich tue, für mich von Bedeutung ist. Ich halte es ausserdem für wichtig, dass ich regelmässig daran erinnert werde. Denn seien wir ehrlich – das Künstlerdasein ist nicht immer einfach. Oft ist es geprägt von finanziellen Engpässen. Zweifel und das ständige Hinterfragen des eigenen Tuns gehören, vielleicht mehr als in anderen Jobs, zum täglichen Brot. Da ist es doch richtig wichtig, zwischendurch wieder zu spüren, wieviel einem daran liegt.</p>



<p>Also: Anerkenne dein Lampenfieber als etwas mit einem wichtigen Zweck. Dass du es spürst bedeutet nicht, dass du handlungsunfähig wirst, sondern dass deine Handlungen Sinn haben.</p>
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		<title>Hoch singen: 3 überraschend einfache Werkzeuge</title>
		<link>https://songwork.ch/hoch-singen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 20:10:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du kennst das sicher als Sänger*in: In fast jedem Song kommt diese eine Stelle, an der die Melodie sich in die Höhe schwingt und das Ganze auf einen Höhepunkt zugeht. Vielleicht ist es in der Bridge, häufig aber im Chorus. Und du möchtest natürlich, dass du gut klingst… Aber hoch singen ist gar nicht so [&#8230;]</p>
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<p>Du kennst das sicher als Sänger*in: In fast jedem Song kommt diese eine Stelle, an der die Melodie sich in die Höhe schwingt und das Ganze auf einen Höhepunkt zugeht. Vielleicht ist es in der Bridge, häufig aber im Chorus. Und du möchtest natürlich, dass du gut klingst… Aber hoch singen ist gar nicht so einfach. Diese hohen Passagen stabil hinzukriegen und sie dann auch noch so zu gestalten, wie du das gerne hättest, hat seine Tücken. In diesem Blogartikel erkläre ich dir wie du auch in der Höhe ganz fantastisch klingen kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Atemstrom steuern</h2>



<p>Was passiert ganz häufig, wenn’s nach oben geht mit der Melodie? Es wird wacklig. Es fühlt sich an, als würde alles ein bisschen aus den Fugen geraten. Du weisst nicht so genau, was du tun sollst, um alles zu stabilisieren und die erste Reaktion ist erst mal zu versuchen, den Ton irgendwie «festzuhalten». Das äussert sich häufig als Anspannung – und zwar genau dort, wo du es gar nicht gebrauchen kannst: Im Hals (aua!) und in der Bauchmuskulatur. Die Anspannung im Hals führt dazu, dass sich deine Stimmbänder und dein Kehlkopf nicht mehr so bewegen können, wie sie das eigentlich müssten, um den gewünschten Ton hinzukriegen. Du spürst dann unter Umständen ein Kratzen oder sogar einen Schmerz – auf alle Fälle ist es sicher nicht angenehm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Bauchmuskulatur und ihre wichtige Rolle beim Steuern der Luft</h3>



<p>Die Anspannung in der Bauchmuskulatur ist eigentlich sogar die Ursache für die Verspannung im Hals. Wenn die Bauchmuskulatur sich verhärtet, gibst du die Kontrolle auf über den Luftstrom, der ja deinen Ton überhaupt erst kreiert. Die Luft wird dann völlig unkontrolliert durch den Kehlkopf gepresst. Der wiederum ist völlig überfordert und macht einfach mal zu um die Stimmbänder zu schützen vor diesem «Luftangriff». Was also tun?</p>



<p>Hol dir die Kontrolle über deine Bauchmuskulatur zurück. Im Idealfall bewegt sich die Bauchmuskulatur unterhalb des Bauchnabels während eines Tones leicht und gleichmässig nach innen, als würde sich der Bauchnabel der Wirbelsäule annähern. Wenn du also merkst, dass du den Impuls hast, deinen Bauch zu verhärten und vielleicht sogar nach aussen zu pressen, dann halte kurz inne. Nimm dir kurz Zeit um zu spüren, wie sich das auf deine Halsmuskulatur auswirkt und wie sehr sie sich sofort auch verspannt. Dann versuche das Gegenteil. Singe einen Ton und stell dir vor, dass du ihn mit der Bauchmuskulatur initiierst. Das ist natürlich nur eine Vorstellung – der Ton entsteht bei den Stimmbändern. Aber mach dir bewusst, dass das leichte «Ankicken» der Bauchmuskulatur und das stete leichte Ziehen nach innen, als wäre es gegen einen leichten Widerstand – der Auslöser dafür ist, dass deine Stimmbänder ihre Arbeit überhaupt machen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kleiner Extra-Tipp:</h3>



<p>Versuch, diese Bewegung auch mal ohne Ton sondern nur während du «S» sagst, auszuführen. So kannst du nämlich die Dauer so richtig ausreizen und die Gleichmässigkeit gut üben. Das «S» benötigt nämlich viel weniger Luft als ein Ton.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lautstärke nutzen um hoch zu singen</h2>



<p>Ein ganz, ganz häufiges Problem beim Üben von hohen Songpassagen ist bei meinen Schülern, dass sie Angst davor haben. Angst, dass beim hoch Singen die Stimme wegknickt, dass es „ganz furchtbar“ klingt, dass sie sich blamieren, dass sie es nicht können etc. etc. etc. Diese Angst führt dann dazu, dass erst mal nur ganz leise gesungen wird, damit auch ja die Töne getroffen werden. Das führt aber natürlich nicht dazu, dass es dann auch so klingt, wie es soll – im Gegenteil.</p>



<p>Dann tritt nämlich eine weitere befürchtete Sache ein: Die Teile davor klingen sicher und kräftig und sobald es in die Höhe geht, ist die Klangqualität der Stimme ganz anders. Nicht unbedingt schlechter, aber halt etwas zu sanft, um dem angestrebten Höhepunkt auch wirklich gerecht zu werden. Und genau dadurch hört man dann auch die Enttäuschung und die Unsicherheit, die durch diese Diskrepanz entstehen. Was also tun?</p>



<p>Es scheint dir vielleicht sicherer zu sein, leise zu singen, damit du die Töne besser triffst. Es ist in der Tat aber gar nicht einfacher, leise, hoch und stabil zu singen, als laut, hoch und stabil. Das hat damit zu tun, dass wir – sofort wenn wir lauter singen, auch mehr Energie einsetzen. Diese Energie sorgt dafür, dass der Luftstrom, mit dem du den Ton ja überhaupt erst erzeugst, nicht ruckelig und zögerlich von deiner Lunge durch die Luftröhre, den Kehlkopf, den Rachen und Mund nach aussen fliesst, sondern in einem Guss, schön gleichmässig und gut reguliert. Ergebnis: Ein stabiler Ton, der kräftig klingt und sich hören lassen kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kleiner Extra-Tipp:</h3>



<p>Versuche mal, deine Lautstärke auf einer Skala von 1-10 einzuschätzen (1 = ganz leise, 10 = so laut du kannst). Was ist deine normale Sprechlautstärke? Wie laut bist du, wenn du in der Tiefe kräftig singst? Und was passiert, wenn es nach oben geht? Peile für die hohen Passagen eine Lautstärke zwischen 7 und 8 an. Das funktioniert für die meisten meiner Schüler super.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Intentionen klären</h2>



<p>Ganz ehrlich – ich liebe ja Technik über alles und könnte stundenlang darüber reden und schreiben. Aber dieser Tipp hier ist für alle diejenigen, denen der Kopf raucht, wenn sie sich überlegen, welchen Muskel sie jetzt genau wohin bewegen müssen und woran man alles denken soll… <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Mittlerweile ist dir sicher klar, dass es vor allem darum geht, den richtigen Energieeinsatz zu finden, um die hohen Töne hinzukriegen. Und wann wissen wir ganz intuitiv, wieviel Energie angesagt ist, ohne lang überlegen zu müssen? Wenn wir jemandem etwas sagen, wenn wir uns Gehör verschaffen, wenn wir uns an jemanden richten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Interpretationstechnik</h3>



<p>Schau dir jetzt einmal, anstatt dich nur auf die anatomischen Technik-Tipps zu konzentrieren, deine Interpretationstechnik an. Überlege dir genau, was es ist, was du da singst. Zu wem singst du eigentlich und was sagst du genau an der Stelle, wo es in die Höhe geht? Meinst du auch genau das, was du sagst? Welche Absicht schwingt mit in deinen Worten? Klagst du dein Gegenüber etwa an? Verteidigst du dich? Erklärst du deine Liebe? Oder bist du sarkastisch?</p>



<p>Wenn du dir klar machst, was eigentlich hinter deinen Worten steckt, die du da singst, wirst du höchstwahrscheinlich mit etwas Konzentration sehr leicht die richtige Energie entwickeln, um deinen Atemfluss und deine Lautstärke genauso zu regulieren, dass der Ton schliesslich das vermittelt, was du damit sagen möchtest. Und darum geht es doch schliesslich beim Singen, oder? Du willst ja nicht einfach angeben damit, wie hoch du singen kannst, sondern du willst im Zuhörer ein Gefühl auslösen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hoch singen: Fazit</h2>



<p>Hohe Töne sicher singen &#8211; du siehst: Eigentlich braucht es gar nicht so viel, um das hinzukriegen. Regulieren des Atemstroms, die richtige Lautstärke und sich klar werden über die Aussage und die Absicht der gesungenen Worte ist schon die halbe Miete. Und dann: Üben, üben, üben. Ich wünsche dir viel Spass beim Entdecken deiner neuen Höhen. Und eins sei noch gesagt: Wenn’s Probleme gibt oder du stecken bleibst, dann zögere bitte nicht, dir professionelle Hilfe zu holen von einer qualifizierten Gesangslehrperson. Vieles kann man sich alleine aneignen, aber es geht doch nichts über ein zusätzliches paar geschulte Ohren und ein paar Tipps vom Profi. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>PS: Und wenn es dich nervös macht, deine neu erarbeiteten hohen Töne vor Publikum zu präsentieren, dann hilft dir vielleicht mein <a href="https://songwork.ch/3-clevere-tricks-um-dein-lampenfieber-in-den-griff-zu-kriegen/">Artikel zum Thema Lampenfieber</a> weiter.</p>
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